Messie-Sein, Messietum, Messie-Syndromm, Dyogenes-Syndrom: wie weit verbereitet ist es?








Schätzungsweise eine Million Menschen in Deutschland sind leiden unter dem sogenannten „Messie“-Syndrom".

Messie stammt vom englischen Wort Mess: Unordnung, Chaos. Messies gibt es in jeder Gesellschaftsschicht und inzwischen findet man sie auch in fast jeder Altersgruppe ab 30 aufwärts.




Tendenz steigend:

Messies zeichnen sich dadurch aus, dass in ihrem Leben Chaos und Unordnung herrschen. Sie sind nicht in der Lage aufzuräumen, ihre Sachen in Ordnung zu bringen oder einfachste Dinge des täglichen Lebens zu regeln.



Der Anteil von Frauen und Männern hält sich laut Schätzungen die Waage.


Frauen versuchen aber eher als Männer etwas zu ändern und suchen Hilfe. Schon allein deshalb, weil die Rolle der Frau in der Familie immer noch klar als diejenige definiert ist, die sich um Haushalt und Familie kümmert.



Der gesellschaftliche und soziale Druck, der auf Messie-Frauen lastet ist deshalb viel höher als bei Männern.

Experten ordnen das Messie-Syndrom den Zwangsstörungen zu.

In angemieteten Kellerräumen stapelt sich der Müll bis unter die Decke.




Experten ordnen das „Messie-Syndrom“ den ZWANGSSTÖRUNGEN zu.


Bisher haben sich noch nicht viele Wissenschaftler mit dem äusserst komplexen Messie-Syndrom auseinandergesetzt. Psychologen vermuten, dass Messies meist von starken Depressionen heimgesucht werden, die ausgelöst wurden durch Verluste von Partnern, Eltern oder auch Jobs.


Auch frühkindlich erlebte Traumata oder Liebesentzug in der Kindheit könnten eine grosse Rolle spielen.

Durch die Verlusterfahrungen entsteht bei den Messies ein Gefühl der Leere.

Diese Leere in der Seele versuchen sie mit Dingen zu kompensieren. Die Suchtsymptome sind vergleichbar mit denen eines Drogenabhängigen.



Messies fühlen sich blockiert und gehemmt, oft wie gelähmt. Häufig bleiben sie vorgefassten Ideen verhaftet und sind in einmal gelernten Handlungs- und Denkmustern festgefahren. Sie kennen keinen Anfang und kein Ende mehr.



Sie planen, beginnen eine Aktivität, führen sie nicht zu Ende, beginnen die nächste. Und sie fühlen sich oft ohne Energie - die einfachsten Arbeiten erscheinen zu schwer.

Geschirr abtrocknen? Etwas wegräumen? Keine Kraft dafür.




Messies sammeln unkontrolliert Sinnvolles und Unsinniges. Von Möbeln, Gebrauchsartikeln und Zeitungen bis hin zu kaputten Dingen, Joghurtbecher und Müll.


Man würde vermuten, dass sie sich mindestens von den älteren unbrauchbaren Dingen trennen können. Doch das Wollen stösst fast immer auf eiserne Schranken, weil es reflexartig eine Gegenreaktion auslöst - „Das könnte ich noch reparieren“, „zu schade zum schon Fortwerfen“ etc.


Die extremste Form des Sammelzwangs ist das „Vermüllungssyndrom“. Zu dem Anhäufen nutzloser Gegenstände in der Wohnung kommt die allgemeine Verwahrlosung auch durch das Sammeln von Müll.


Häusliche und persönliche Hygiene werden vernachlässigt, die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück – bis in die vollständige soziale Isolation.

Oft müssen die verdreckten Wohnungen zwangsgeräumt werden und die Betroffenen längerfristig professionell betreut werden.








Professionelle Partnerschaft lässt keine Wünsche offen!